Renovieren macht sich steuerlich bezahlt

Steuerbonus auf Handwerkerleistungen

Steuerbonus auf Handwerkerleistungen

Für Handwerkerleistungen in privaten Haushalten zur Renovierung und Erhaltung der eigenen Wohnung oder des eigenen Hauses kann seit Jahresbeginn bei den Finanzämtern ein Steuerbonus von 20 Prozent geltend gemacht werden.

Privathaushalte können Aufwendungen für Handwerkerleistungen von insgesamt 3.000 Euro jährlich steuerlich geltend machen und so bis zu 600 Euro einsparen.

Grundlage für die erweiterten Möglichkeiten ist das „Gesetz zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung“.

Mit Hilfe dieser Regelung im Einkommensteuergesetz soll die Nachfrage nach Handwerkerdienstleistungen erhöht und gleichzeitig ein positiver Effekt für mehr Beschäftigung und gegen Schwarzarbeit erzielt werden.

Gefördert werden handwerklichen Leistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen für die eigengenutzte Wohnung oder das Haus, z.B.

  • die Modernisierung der Heizungsanlage oder des Badezimmers,
  • die Beseitigung kleinerer Schäden, die Erneuerung des Bodenbelags
  • oder auch die Erneuerung von Fenstern
  • oder Garten- und Wegebauarbeiten auf dem Grundstück.

Der Steuerbonus von 20 Prozent, den sowohl Mieter als auch Eigentümer in Anspruch nehmen können, bezieht sich nur auf die Arbeitskosten (inkl. Mehrwertsteuer), nicht jedoch auf die Materialkosten.

Beispiel:

Ein Fliesenleger wird mit der Renovierung des Badezimmers beauftragt. An Arbeitslohn entstehen 1.200 Euro zuzüglich 16 Prozent Mehrwertsteuer, insgesamt also 1.392 Euro. Der Staat fördert diesen Betrag mit 20 Prozent, also 278,40 Euro. Dieser Steuerbonus kann beim zuständigen Finanzamt im Rahmen der Einkommensteuererklärung beantragt werden.

Die Steuerermäßigung ist davon abhängig, dass die Aufwendungen durch Vorlage einer Rechnung (mit gesondertem Ausweis der Arbeitsleistung) und die Zahlung durch einen Beleg des Kreditinstituts (Überweisung oder Kontoauszug) nachgewiesen werden.

Neben den Handwerkerdienstleistungen können Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen (z.B. Wohnungsreinigung) wie bisher mit 20 Prozent von höchstens 3.000 Euro, also 600 Euro, von der Steuerschuld abgezogen werden.

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