Fristen bei der Einkommensteuererklärung 2005

Chance auf Steuerrückerstattung bei Antragsveranlagung besteht zwei Jahre

Viele Steuerpflichtige verbinden das Datum „31.05.2006“ mit der letzten Chance pünktlich ihre Steuererklärung 2005 abzugeben. Was viele nicht wissen: Es gibt gewisse Ausnahmen.

So gibt es seit diesem Jahr eine allgemeine Fristverlängerung bis zum 31.12.2006 für die Abgabe von Steuererklärungen, die von Angehörigen der steuerberatenden Berufe erstellt werden. Bei begründeten Einzelanträgen kann diese Frist sogar noch bis zum 28.02.2007 verlängert werden. Lohnsteuerhilfevereine profitieren allerdings nicht von der allgemeinen Fristverlängerung.

Weiter können Arbeitnehmer, die nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, eine Veranlagung bis zum 31.12.2007 beantragen. Der Fall der sogenannten Antragsveranlagung, früher auch Lohnsteuerjahresausgleich genannt, betrifft in der Regel alle Arbeitnehmer, die nur über ein Arbeitseinkommen, welches auf Lohnsteuerkarte abgerechnet wird, verfügen. In diesen Fällen besteht die Chance für eine Steuerrückerstattung also zwei Jahre. Nach dem 31.12.2007 ist diese Chance allerdings unwiderruflich vorbei.

Für alle Steuerpflichtigen, die zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet sind, hierzu zählen beispielsweise Fälle, bei denen

  • neben den Arbeitseinkünften noch Nebeneinkünfte von über 410 € angefallen sind oder
  • Einkünfte aus mehreren Arbeitsverhältnissen erzielt wurden oder
  • ein Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen ist oder
  • bei Ehegatten, wenn einer von ihnen Arbeitslohn, der nach Steuerklasse V oder VI besteuert wurde, bezogen hat,

gilt zwar die gesetzliche Frist des 31.05.2006, aber bevor die Finanzämter ein Zwangsgeld festsetzen werden sie den Steuerpflichtigen noch mal an die Abgabe seiner Erklärung erinnern. Wer allerdings keinen Verspätungszuschlag riskieren will, sollte seine Steuererklärung umgehend abgeben bzw. bei seinem Finanzamt eine Fristverlängerung beantragen.

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